Steuerliche Förderung

Die steuerliche Förderung einer Rüruprente ist im Kapital Rürup für Singles beschrieben.

Ein besonderer steuerlicher Aspekt ist die Anrechnung von Zahlungen in die Deutsche Rentenversicherung und in berufsständische Versorgungswerke.

Wird die Rüruprente von einer Person abgeschlossen, die angestellt ist, können nur noch soviele Beiträge in die Rüruprente eingezahlt werden bis der maximale Satz von 20.000 Euro erreicht ist, bzw. 40.000 Euro bei Verheirateten. Von diesem Betrag werden allerdings die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung abgezogen. Es gilt also darauf zu achten, dass sowohl die Beiträge vom Arbeitnehmer als auch die vom Arbeitgeber hierbei einfließen. Liegt der Versicherungsnehmer zusammen mit seinen Zahlungen an die Deutsche Rentenversicherung über 20.000 bzw. 40.000 Euro, sind die Beträge darüber hinaus weder steuerlich gefördert noch mit dem umfassenden Schutz vor Zugriff Dritter abgesichert.

Die nachgelagerte Besteuerung geht mit der schrittweisen Abzugsfähigkeit  der Beiträge einher. Diese Maßnahmen wurden mit dem Alterseinkünftegesetz, welches am 05.Juli 2004, beschlossen wurde verabschiedet. Inkraftgetreten ist es dann zum 01.01.2005. Dieses hat zur Folge, dass die Besteuerung der Rentenauszahlungen zur Rürup Rente, wie auch die Besteuerung der Auszahlungen der gesetzlichen Rentenversicherung, in den nächsten Jahren ansteigen werden. Konkret bedeutet das folgendes: Waren im Jahre 2005 noch 50 Prozent der Auszahlungen steuerpflichtig, sind es derzeit, sprich 2010, 60 Prozent. Bis 2020 steigt dieser steuerpflichtige Anteil für jeden neuen Rentenjahrgang um zwei Prozentpunkte. Nach 2020 dann nur noch um einen Prozentpunkt je Rentenjahrgang. Ab 2040 sind dann die Rentenauszahlungen der Rürup Rente sowie die der gesetzlichen Rente voll steuerpflichtig.

Für die steuerliche Begünstigung der Beiträge muss der Versicherungsvertrag folgende Kriterien erfüllen:

  1. Es muss eine monatliche Rentenauszahlung vereinbart sein.
  2. Sie muss als Leibrente abgeschlossen worden sein.
  3. Für Verträge, welche bis zum 01.01.2012 abgeschlossen werden,
    ist das früheste Rentenbeginnalter mit 60 Jahren
  4. Für alle Verträge, die nach dem 31.01.2011 abgeschlossen werden,
    ist das früheste Rentenbeginnalter mit 62 Jahren

Um noch einmal die Anrechnung von Zahlungen in die Deutsche Rentenversicherung bzw. in berufsständische Versorgungswerke zu verdeutlichen, ist im folgenden noch eine Beispielrechnung zu finden. Hier exemplarisch Leistungen welche in die Deutsche Rentenversicherung einfließen:

Rechenbeispiel:

Verheiratet, ein Kind: Jahreseinkommen einer der Eheleute aus nichtselbstständiger Tätigkeit 86.000 Euro.
Pflichtversichert in der Deutschen Rentenversicherung:

A) Beitrag zur Deutschen Rentenversicherung
Arbeitnehmer und Arbeitgeberanteil: 1094,5 Euro * 12 = 13134

B) Maximaler Rürupbeitrag für Ehepaare – dem Anteil welcher in die Deutsche Rentenversicherung fließt(errechnet unter Punkt A)
Maximal förderfähiger Betrag: 40.000 pro Jahr – 13134 = 26866Euro

Dieses Ehepaar könnte noch maximal 26866 Euro im Jahr in eine Rüruprente zahlen.