Wohnriester

Mit dem Wegfall der Eigenheimzulage im Jahre 2008 hat der Gesetzgeber die Möglichkeit zum Abschluss eines Wohnriester-Vertrages gegeben. Dabei sind zunächst drei unterschiedliche Durchführungswege optional wählbar:

Die erste Möglichkeit wäre, die Zulagen direkt in die Tilgung des Eigenheimkredites einfließen zu lassen. Durch die Zulagen wird der Kredit folgerichtig schneller zurückgezahlt und die Restschuld sinkt ebenfalls schneller. Die eigenen vier Wände sind also etwas schneller schuldenfrei.

Bei der zweiten Möglichkeit wird das Geld erst in einem ganz normalen Riester Sparvertrag (hierfür eignen sich vor allem Banksparpläne ausgezeichnet) angespart. Ist der passende Zeitpunkt erreicht, an dem das Geld aus dem Riestervertrag entnommen werden soll um die Immobilie zu finanzieren, so kann dieses ohne weiteres dann getan werden. Bei dieser Variante sollte jedoch der Kunde erst in Zukunft vorhaben ein Eigenheim zu realisieren. Auf diese Weise können noch Zinsen auf die Zulagen kassiert werden, um dann das Geld aus dem Riestersparvertrag bei Bedarf als Eigenkapital für die eigenen vier Wände zu nutzen.

Die dritte Variante ist das Riester-Bausparen. Hier zahlt man seinen Eigenbeitrag in einen Bausparvertrag ein. Zusätzlich zu den Eigenbeiträgen erhält der Kunde die Riester Zulagen ebenfalls mit in den Vertrag eingezahlt. Ist die Bausparsumme erreicht und wird der selbiger zuteilungsreif, so erhält der Sparer ein zinsgünstiges Bauspardarlehen.