Todes-/Erbschaftsfall

Grundsätzlich gehen die Erben bei einer klassichen Riester Rente zunächst einmal leer aus, wenn da nicht wieder die Ausnahme von der Regel wäre. Ist eine Rentengarantiezeit mit der Lebensversicherungsgesellschaft vereinbart worden, so wird die Rente für den verbleibenden Zeitraum an die Hinterbliebenen weiter ausbezahlt.

Handelt es sich bei beim Riestervertrag um einen auf Bank- oder Fondssparen basierten Vertrag, wird die Rente bei Tod des Versicherten an den Ehepartner gezahlt. Gibt es diesen nicht, geht das Kapital an die kindergeldberechtigten Kinder. Gibt es auch diese nicht, fließt das verbleibende Restkapital an die gesetzlichen Erben. Diese müssen jedoch die staatliche Förderung komplett  zurückzahlen. Nicht jedoch die durch die Fördermittel zusätzlich generierten Zinsen. Denn auch mit den Zulagen arbeitet die vertragsführende Gesellschaft am Kapitalmarkt und generiert dementsprechend Erträge.

Stirbt der Versicherungsnehmer vor Beginn der Auszahlungsphase, spielt der Vertragstyp keine Rolle mehr. So kann der Ehepartner in den laufenden Vertrag einsteigen oder das Kapital in seinen eigenen Altersvorsorgevertrag übernehmen. Zudem ist die Umwandlung in eine Rente wie auch eine Auszahlung möglich. Ist der Versicherungsnehmer nicht verheiratet, wandert das angesparte Kapital an die gesetzlichen Erben, die die staatliche Förderung zurückerstatten müssen. Zudem haben kindergeldberechtigte Kinder noch die Option, das Guthaben in eine Waisenrente umwandeln zu lassen.