Steuerliche Förderung

Die steuerliche Förderung bei der Riester Rente ist im Kapitel Riester für Singles erläutert worden. Steuerlich geltend gemacht werden kann diese Vorsorgeform jedoch auch von Familien und kinderlosen Ehepaaren. Grundsätzlich gilt: Wer viel Steuern zahlt, bekommt viel zurück. Das Besondere bei der Riester Rente ist die Tatsache, dass sie im Alter lediglich steuerpflichtig, jedoch nicht kranken- und pflegeversicherungspflichtig ist. Dieses ist einer der wichtigen Unterschiede zur betrieblichen Altersvorsorge.

Der Vollständigkeit halber hier auch noch einmal ein Rechenbeispiel, welches die steuerliche Betrachtung verdeutlichen soll.

Jahreseinkommen 55.000 Euro im Jahr. Daraus resultiert eine steuerliche Belastung von jährlich bzw. monatlich rund 22 Prozent. Die betreffende Person schließt eine Riester Rente mit 2.100 Euro Jahresbeitrag ab. Nun wird das zu versteuernde Jahreseinkommen um 2.100 Euro geschmälert. Der Versicherungsnehmer bekommt über den Lohnsteuerjahresausgleich die zuviel gezahlten Steuern zurück, denn: die Aufwendungen für die Riester Rente senken das Einkommen! Somit sinkt auch sein individueller Steuersatz. Die Folge daraus ist, dass der Versicherungsnehmer lediglich 21,25 Prozent seines Einkommens versteuern muss. Dieses macht bei 55000 Euro einen Unterschied von 412,5 aus!

Zu beachten ist dabei immer das Günstigkeitsprinzip. Dieses beinhaltet folgende Regelung:
Bei der Auszahlung der Zulagen wird geschaut was für den Versicherungsnehmer günstiger ist. Die Zulagen werden dementsprechend mit dem Steuervorteil verrechnet oder auch anders herum. Immer je nachdem ob die gezahlten Zulagen oder die Steuerrückerstattung höher war. Entstehende positive Differenzen werden dann dementsprechend über die Steuererklärung bzw. die Zulagenstelle ausgeschüttet und in den Vertrag gezahlt.