Riesterrente

Walter Riester fungierte im Jahre 2000/2001 als Namensgeber der Riester Rente. Die Riester Rente ging in der Bundesrepublik am 1. Januar 2002 als zusätzliche Art der privaten Altersvorsorge an den Start. Grund für die Einführung der Riester Rente war die Altersvorsorgereform. Inhalt der Altersvorsorgereform aus den Jahren 2000 und 2001 war, dass die Durchschnittsrente von 70% auf 67% gesenkt wird. Der Grund hierfür war einfach und prägnant: immer weniger Einzahlende und immer mehr Leistungsempfänger. Diese problematische Konstellation bringt das Rentensystem zusehend ins wanken. Dieses ist auch an den geringen Rentenanpassungen der letzten Jahre zu merken. Von 2004 bis 2006 wurden die Renten gar nicht erhöht. 2007 und 2008 im Schnitt um 0,8 Prozent. Erst 2009 gab es, wohl eher initiiert durch die Wahlen, eine Rentenerhöhung. Richtig angenommen wurde die Riester Rente jedoch erst ab dem Jahre 2005, als die anderen Lebensversicherungen steuerpflichtig wurden. Die Riester Rente war dabei von Anfang ausgerichtet, gerade die Familienförderung in den Vordergrund zu stellen. Nichts desto trotz zeigt sich, dass auch die besserverdienenden alleinlebenden Singles mit diesem Produkt eine interessante Möglichkeit haben, Kapital für die Altersvorsorge anzulegen. Derzeit „riestern“ rund 14 Millionen Deutsche.