Altersvorsorge

Sinn und Zweck der Altersvorsorge ist die Aufrechterhaltung des gewohnten Lebensstandards im Rentenalter. Dies erfolgt durch den Aufbau einer Altersrente und von Kapital. Außerdem muss auch für den Fall der Berufsunfähigkeit/Erwerbsminderung und des Todes eine Altersvorsorge getroffen werden. Die Altersvorsorge wird meist durch das 3-Schichten-Modell dargestellt:

1. Schicht

Produkte der ersten Schicht können nicht kapitalisiert, abgefunden, veräußert oder beliehen werden. Die betrifft neben der Rürup Rente auch die gesetzliche Rentenversicherung, in welche im Laufe des Berufs-/Erwerbslebens Beiträge geleistet werden. Für bestimmte Berufsgruppen sind die Berufsständischen Versorgungswerke, die Alterssicherung der Landwirte und die Beamtenversorgung zuständig.

Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt Renten wegen Alters, Renten wegen Erwerbsminderung und Renten wegen Todes.

Alle Produkte der ersten Schicht werden ab 2040 voll nachgelagert versteuert.

2. Schicht

Zu der zweiten Schicht gehört die betriebliche Altersversorgung. In dieser können Renten wegen Alters, Berufsunfähigkeit/Erwerbsminderung und Todes vereinbart werden. Hier können anstatt von Renten auch Kapitalzahlungen erfolgen. Eine betriebliche Altersvorsorge kann auf 3 Wegen finanziert werden: durch den Arbeitgeber, durch den Arbeitnehmer (Entgeltumwandlung) oder durch eine Mischfinanzierung von beiden Parteien.

Es gibt in der betrieblichen Altersvorsorge 5 Durchführungswege, von denen 3 versicherungsförmig sind.

Versicherungsförmige Durchführungswege:

  • Firmendirektversicherung (FID)
  • Pensionskasse (PK)
  • Pensionsfonds (PF)

Nicht versicherungsförmige Durchführungswege:

  • Unterstützungskasse (UK)
  • Pensionszusage/Direktzusage (PZ)

Die Durchführungswege die nicht versicherungsförmig sind werden im 3-Schichten-Modell nicht mehr berücksichtigt. Sie werden hier der Vollständigkeit halber aufgezählt.

Neben der betrieblichen Altersversorgung gehört auch die Riester Rente in die zweite Schicht.

Alle Produkte der zweiten Schicht werden voll nachgelagert versteuert.

3. Schicht

Die dritte Schicht ist die private Vorsorge und wird seit 2005 nicht mehr als Altersvorsorge sondern als Kapitalanlage bezeichnet. Diese umfasst alles was nicht in die erste oder zweite Schicht passt. Dazu gehörten private Lebensversicherungen, private Rentenversicherungen, Fonds-Sparpläne, Aktien etc.

Alle Produkte unterscheiden sich vor allem in der steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Behandlung, in der Aufschubdauer und in der Rentenbezugszeit. Wer sich nur auf die gesetzliche Rentenversicherung verlässt, wird bei einer vernünftigen Beratung eine große Versorgungslücke feststellen. Um diese zu füllen, wurden staatlich geförderte Wege zur Vorsorge – wie die Riester Rente und die Rürup Rente geschaffen.