Steuerliche Betrachtung der Pensionszusage

IN DER ANWARTSCHAFTSPHASE (VOR DER RENTE)

ARBEITNEHMERBETRACHTUNG

Während der aktiven Dienstzeit ist die arbeitgeberfinanzierte Pensionszusage für einen Arbeitnehmer absolut steuerfrei.

Eine Finanzierung durch Entgeltumwandlung ist bei der Pensionszusage möglich. Diese ist bis zu einem Satz von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung (DRV) West steuerfrei. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt im Jahr 2010 bei 5.500 €/ Monat. Ein Beitrag von 220 €/ Monat durch Entgeltumwandlung ist also steuerfrei.

ARBEITGEBERBETRACHTUNG

Die Firma kann die Rückstellungen für die Pensionsverpflichtungen unbegrenzt als Aufwand geltend machen und gegen den Gewinn rechnen. Daher war die Pensionszusage früher ein gern genommenes Steuersparmodell. Heute sprechen die Risiken oftmals gegen eine Pensionszusage. Wenn eine Firma eine Rückdeckungsversicherung abschließt, so ist diese in der Bilanz zu aktivieren, also als Einnahme zu verbuchen. In diesem Fall heben sich Aufwand und Ertrag auf und der Steuervorteil ist nicht mehr gegeben (wenn die Rückdeckungsversicherung in entsprechender Höhe abgeschlossen wurde).

IN DER RENTENBEZUGSPHASE (LAUFENDE RENTE)

ARBEITNEHMERBETRACHTUNG

Im Rentenbezug ist die Rente für den Arbeitnehmer wie Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit zu versteuern. Also genau wie das laufende Einkommen als Arbeitnehmer.

ARBEITGEBERBETRACHTUNG

Im Rentenbezug löst das Unternehmen die Pensionsrückstellung langsam auf. Das erhöht den Gesellschaftsgewinn. Gegen diesen Ertrag werden die Aufwendungen für die Rentenzahlungen gerechnet.