Pensionszusage

Die Pensionszusage ist der älteste Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung. Auch heute ist die Pensionszusage noch sehr weit verbreitet. Der finanzielle Gegenwert der Pensionszusage in Deutschland beläuft sich auf weit über 200 Mrd. Euro. An diese Werte kommen die anderen Durchführungswege auch nicht kumuliert heran.

Eine Pensionszusage hat in erster Linie nichts mit Versicherungen zu tun. Es ist eine Zusage des Arbeitgebers an einen Arbeitnehmer oder seine Hinterbliebenen Leistungen in einem der folgenden Versorgungsfälle zu erbringen:

  • Alter (Altersrente oder Kapital)
  • Invalidität (Berufsunfähigkeitsrente)
  • Tod (Hinterbliebenenrente)

Für diese Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern kann ein Unternehmen Rückstellungen bilden. Diese mindern den steuerpflichtigen Gewinn des Unternehmens. Auf der anderen Seite birgt eine Pensionszusage ein oftmals schwer kalkulierbares Risiko in sich. Wird ein Arbeitnehmer berufsunfähig, so müssen die Rückstellungen schlagartig erhöht werden. In der Folge wird der Gewinn so weit gemindert, dass in der Folge das Unternehmen sogar Insolvenz anmelden muss. Dieses Risiko kann umgangen werden. Zu diesem Zweck bietet die private Versicherungswirtschaft so genannte Rückdeckungsmodelle an. Dies gilt sowohl für die Altersleistung, als auch für die Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistung. Das Unternehmen schließt eine Kapitallebensversicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Risikolebensversicherung ab. Im Leistungsfall zahlen diese Versicherungen an die Firma aus und diese kann ihre Verpflichtungen gegenüber dem Arbeitnehmer erfüllen.

In der Vergangenheit wurden viele Pensionszusagen erteilt. Es wurden auch Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Allerdings waren diese oftmals viel zu gering.

Beispiel:

Eine Firma sagte einem Mitarbeiter eine Altersrente von 2.000 €/ Monat zu.

Es wurde eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen die eine Rendite von 7% angenommen hat. Wäre diese Rendite eingetreten, hätten der Firma aus der Versicherung 2.000 €/ Monat zur Verfügung gestanden. Die Rentenzahlung wäre finanziell ein durchlaufender Posten gewesen. Jeden Monat hätte die Versicherung 2.000 € an die Firma ausgezahlt und diese hätte jeden Monat 2.000 € an Renten an den ausgeschiedenen Mitarbeiter gezahlt.

Nun zeigt die Realität, dass eine solche Rendite nicht erreicht wurde. Das kann fatale Folgen für eine Firma haben. Kommen nun anstatt 2.000 €/ Monat nur 1.200 €/ Monat von der Versicherung, müssen jeden Monat 800 € aus dem laufenden Geschäft entnommen werden. Und dieses Beispiel ist nur für einen Mitarbeiter. Wir haben in unseren Laufbahnen als Versicherungsspezialisten auch Firmen gesehen, die hunderte von Pensionszusagen hatten. Rechnen Sie selbst.

Was kann ein Unternehmen in einer solchen Situation tun?

Wenn Sie Unternehmer sind und Pensionszusagen erteilt haben, kann ich Ihnen nur dringend empfehlen sich an einen sehr, sehr, sehr kompetenten Berater zu wenden. Es gibt oftmals Risiken die schwer zu erkennen sind.

Zu Ihrer Beruhigung: Es gibt Möglichkeiten Pensionsverpflichtungen aus der Bilanz zu entfernen. Allerdings wird dies in der Regel mit einem sehr hohen einmaligen Kapitalaufwand einhergehen.